Weltpremiere

ALEPH

 Der gegenwärtige Höhepunkt der
Mathesis Universalis.

Prof. em. Eberhard Fiebig, Mai 2018


« Mit ALEPH wenden wir uns an jene Menschen, die sich an der,
aus dem Geist der Mathematik gewonnenen, Schönheit,
am handwerklichen Können und der technischen Präzision dieser Plastik erfreuen. »

Prof. em. Eberhard Fiebig, Mai 2018

 

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. Ich bin stolz darauf, Ihnen mit ALEPH eine Weltneuheit anbieten zu können. Die erste Plastik, die als Multiple im 3D-Druck erzeugt wurde. Wir haben Grund zur Annahme, dass es sich bei diesem Multiple um das weltweit Erste seiner Art handelt. Denn die erste Version wurde schon vor ca. 25 Jahren gefertigt:
Auf der Grundlage von 3D-CAD-Daten, die der Bildhauer Eberhard Fiebig, in Zusammenarbeit mit Paul Bliese, in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts auf Bitten der Fraunhofer-Gesellschaft dieser, zur Darstellung der Leistungsfähigkeit der neuen Produktionsform 'Stereolithografie', überließ.

. Da diese Plastik gewissermaßen der Archetypus einer neuen Gattung ist, gaben wir ihr den ersten Buchstaben des phönizischen Alphabets, ALEPH zum Namen.

 

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. Während die Feuilletonisten sich darin gefielen, die Millionenbeträge zu bewundern, die für den Milliardärskitsch, etwa von Jeff Koons, gezahlt werden, hat sich der Bildhauer Fiebig auch mit der Frage befasst, zu welchen Weiterungen die Kybernetik in den Künsten führen wird.
. ’Der Bekannteste Unbekannte der Kunstszene’, wie ihn Peter Riese einst in der F.A.Z. nannte, unternahm seit 1965 auf Empfehlung von Prof. Dr. Max Bense, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rechenzentrum in Darmstadt, die ersten Versuche, die Gestalt von Skulpturen und Plastiken 'rechnergestützt' zu entwickeln.
- So wurde bei Fiebig ein neuer, bahnbrechender Modus zur Basis einer neuen Art der Bildhauerkunst.


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. Diese Versuche wurden nach einem Jahr der Zusammenarbeit, weil damals technisch unlösbar, aufgegeben. Damit war für Fiebig das Problem aber nicht aus der Welt. Doch erst 1984 bot sich ihm die Möglichkeit, das Problem erneut zu behandeln. In diesem Jahr wurden Fiebig und sein Freund Paul Bliese, von der Forschungsgruppe Siemens 3D-CAD, als Entwicklungspartner für das 3D-CAD System Sigraph 3D gewonnen. Die zwölfjährige Zusammenarbeit wurde beendet, als Siemens sich 1996 von der Entwicklung eines eigenständigen 3D-CAD Systems verabschiedet. - Aus dieser Zusammenarbeit mit Siemens ging der Kontakt zur 'Fraunhofer–Allianz Rapid Prototyping' hervor, für die Fiebig dreimal öffentlich tätig wurde.

 

« Der Wert der wissenschaftlichen Leistung bemisst sich nicht an einem konkreten Gegenstand, und nicht an dessen praktischen Nutzen, sondern nach der Schönheit und dem Vermögen, Bereiche einzuschließen, auf die sich die Forschung ursprünglich nicht bezog. Diese gestaltbildende Kraft mache das eigentliche Wesen der wissenschaftlichen Erkenntnis aus.  »

Dr. Meyer, Fraunhofer-Allianz ca. 2003, Werner Heisenberg zitierend.

 

/ Historie: Fiebig und die Entwicklung des 3D-Drucks

. In den letzten Jahren des vergangenen Jahrhunderts (1987) lieferte Fiebig der Allianz den Datensatz der Plastik  'Doppelter Rotulus' - ALEPH.

. 2002 hielt Fiebig auf Bitten von Dr. Meyer, dem Koordinator der Allianz, auf der Euromold den Festvortrag zum Thema Rapid Prototyping.

. 2003 lieferte Fiebig der Fraunhofer–Allianz den Datensatz für ein weiteres Modell; als Plastik technikfern doch hinsichtlich des Komplexitätsgrades ein ausdrucksstarker Funktionalitätsnachweis und beeindruckendes Zeugnis für neue Reverse Engineering–Lösungen.

. Fiebig und sein Freund Paul Bliese sind also nicht nur erste Anwender einer neuen Herstellungsmethode, sondern waren als Bildhauer von Anbeginn an der Entwicklung des 3D-Drucks aktiv beteiligt.

. ALEPH markiert als Plastik und ästhetisches Artefakt einen Höhepunkt der eingangs genannten 'Mathesis Universalis'.

. ALEPH repräsentiert eine auf den Grundlagen der Mathematik gewonnenen Schönheit. ALEPH ist die Weltpremiere, der durch die Gesetze der Kybernetik erneuerten Bildhauerkunst.

. Unser Multiple ALEPH ist die erste Plastik, und das erste Idol,
das aus der neuen Produktionsform 3D-Druck und der eingangs genannten 'Mathesis Universalis' hervorging und somit einen Paradigmenwechsel bedeutet.

 

/ ALEPH

. Als erste ihrer Art ist ALEPH das Sinnbild, eine Ikone der, auf der Grundlage der Mathesis Universalis gewonnenen, Schönheit.
Mit ALEPH feiern wir die Weltpremiere der ersten Plastik dieser Art.

. In ALEPH manifestieren sich nicht nur neue, ungeahnte, technische Möglichkeiten. ALEPH ist auch Symbol einer gesellschaftlichen Emanzipation, die jedem Einzelnen die Möglichkeit eröffnet, handfest und nahezu uneingeschränkt teilhaben zu können, am lebendigen Spiel der plastischen Künste. Mit ALEPH beginnt auch in dieser Hinsicht eine neue Epoche, ein lebensweltlicher Umbruch, in dem, wie Paul Valerie schon vor 90 Jahren voraussah, endlich auch die Werke der Bildhauer eine Art von Allgegenwärtigkeit erlangen werden.

 

EBERHARD FIEBIG

art engineering: Eberhard Fiebig im Hof seines Ateliers in Kassel

art engineering: Eberhard Fiebig in seinem Atelier-Hof/ Kassel

(Foto: Valeria Geritzen)

 

Bildhauer und homo ludens

. Eberhard Fiebig gilt seit jeher als provokanter Vordenker.

. Mit dem << Tor des irdischen Friedens >>, dem Portal der Universität Kassel,
einer der ausdrucksstärksten Skulpturen Europas, fordert Fiebig seit 1987:

 

<< Stellt die Wissenschaft in den Dienst
einer friedvollen Menschheit. >>

Prof. em. Eberhard Fiebig, 1987

 

Tor des irdischen Friedens, Portal der Universität Kassel / Foto: welt-der-form.net

 

Fiebig und die Forschung

Eberhard Fiebig arbeitet seit nahezu 60 Jahren mit Industrie und Software-Unternehmen zusammen. Stets mit dem Ziel vor Augen, die bestehenden ideologischen Differenzen zwischen den Künsten, den Wissenschaften und der Technik aufzuheben. Fiebig gehört auch mit seiner Forderung nach einer Produktionsästhetik zu den Pionieren einer MATHESIS UNIVERSALIS, jener generalisierten Mathematik, die auch nicht mathematische Gegenstände in ihre Betrachtungen einbezieht.

 

/ Daten

. Eberhard Fiebig lebt und arbeitet in Kassel.

. 1974 erhielt Fiebig den ersten Lehrstuhl für Metallbildhauerei an der Universität Kassel (- 1995).

. Für sein bisheriges Lebenswerk erhält Fiebig 2018 den Kunstpreis der heijo + gisela hangen-stiftung.

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Für Anfragen zum Werk von Professor Fiebig stehe ich Ihnen zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Valeria Geritzen